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Der Max Peters Blog

Im Ziel. Fertig. Ausgepowert.

17. Mai 2016

Richtig zufrieden konnte ich mit meinem Rennen beim IRONMAN North American Championship in Texas nicht sein. Das Schwimmen war aus welchen Gründen auch immer sehr schlecht. Probleme beim Orientieren und zu wenig Druck waren dann ausschlaggebend.

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Das Radfahren war gut, aber ein einziges Windschatten-Festival. Als guter Radfahrer natürlich eine blöde Situation, wenn alle ihre kleinen dünnen Läuferbeinchen schonen. Der Lauf war unglaublich heiß. Besonders auf der zweiten von drei Runden habe ich richtig gelitten.

Ein 10. Platz ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe, aber es ist okay.

Selbst wenn ich den Tag meines Lebens gehabt hätte, hätte es nicht für eine Top 4-Platzierung in der AK gereicht. Die waren einfach zu schnell für mich :) und sie haben es definitiv verdient in Hawaii zu starten.

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Jetzt wird erstmal erholt und geschlafen.

Hagen hatte ein super Rennen und hat die Radreifen glühen lassen. Herzlichen Glückwunsch für diese Hammer Leistung!

Liebe Grüße
Euer Max

Triathlon im Winter?
29. Feb 2016

Nach meinem ersten Trainingslager im Januar auf Mallorca konnte ich trotz eisiger Witterungsverhältnisse und intensivem Arbeitsaufkommen mein hohes Trainingspensum absolvieren. Der Ironman Texas findet bereits Anfang Mai statt und somit muss man als Athlet im Winter seine „Hausaufgaben“ erledigen, um eine gute Platzierung erzielen zu können. Da kann es schon mal vorkommen, dass man einen Triathlon im Winter bestreitet…zugegeben nicht im See geschwommen. Nach einer intensiven Schwimmbelastung in der Halle gab es eine Pause mit Frühstück und Espresso und dann ging es voller Elan auf`s Rad und anschließend in die Laufschuhe. Ich versuche meinen Bio-Rhythmus bereits jetzt auf den Wettkampftag auszurichten. Das heißt vorrangig morgens zu schwimmen, vormittags Rad zu fahren und nachmittags zu laufen.

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Eine Leistungsdiagnostik Anfang Februar gab Aufschluss über meinen derzeitigen Stand. Alles in Allem sind die Grundsteine für eine gute Saison gelegt. Nichtsdestotrotz muss ich weiter hart an meinen Schwächen arbeiten. Dafür bietet sich das zweite Trainingslager auf Lanzarote optimal an.

Vom 28.02. bis 09.03. befinde ich mich auf der schönen Kanarischen Insel. Ein Hotel inklusive 25m-Schwimmbahn verspricht ein ganzheitliches Trainingsprogramm und zahlreiche Trainingsstunden. In Begleitung von meinem guten Freund Hagen, der ebenfalls mit mir in Texas an der Startlinie steht und ein unglaublich disziplinierter und zäher Zeitgenosse ist, werden wir an unserer Hawaii-Qualifikation arbeiten, aber uns dennoch den ein oder anderen Espresso und Kuchen in der Sonne gönnen…es soll ja weiterhin die Lebensqualität aufrecht erhalten bleiben.

In diesem Sinne: sonnige Grüße und bis bald!

 

Die Kälte ist ja nicht zum Aushalten …
28. Jan 2016

…das dachte ich mir, als ich am vergangenen Samstag in Frankfurt aus dem Flugzeug stieg. Das erste Trainingslager für das Jahr 2016 liegt nun hinter mir. Insgesamt konnte ich acht Trainingstage auf der schönen Baleareninsel Mallorca bei bestem, sonnigen, aber teilweise stürmischem Wetter absolvieren. Bei Temperaturen um 18°C konnte ich mein Pensum sogar etwas erhöhen und mehr Kilometer abspulen, als eigentlich auf dem Plan standen.

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Mein Hauptaugenmerk lag eindeutig beim Radtraining, um wichtige Grundlagen-Kilometer für den weiteren Saisonaufbau zu sammeln. Bei niedriger Intensität spulte ich also meine 4-6 Stunden Radeinheiten pro Tag im flachen, sowie bergigen Terrain ab. An den Anstiegen konnte ich meine Kraft-Intervalle auf dem Rad umsetzen und einige Höhenmeter erklimmen. An meiner Schwachstelle, dem Laufen, konnte ich ebenfalls arbeiten und wichtige Einheiten in Verbindung mit Vorbelastungen auf dem Rad absolvieren.

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In der Woche nach dem Trainingslager war es mir wichtig, nicht krank zu werden, da der Temperaturunterschied doch sehr groß war. Aus diesem Grund stand ruhiges und regeneratives „Indoor-Training“ auf dem Programm. Viele Kraft- und Schwimmeinheiten waren dafür ideal.

Die nächsten beiden Wochen werden sehr laufintensiv. Im Februar folgt dann das zweite Trainingslager mit Hagen, einem sehr guten Freund, auf Lanzarote. Er wird auch mein Leidensgenosse beim Ironman Texas im Mai.

Die Trainingsergebnisse sind gut, aber noch ausbaufähig - so soll es ja auch sein. Es macht weiterhin viel Spaß …und das ist das Wichtigste. Bis auf die Laune von Petrus …von globaler Erderwärmung keine Spur. ;-)

"Story of my life continues…"
01. Dez 2015

Das Jahr 2015 neigt sich langsam aber sicher dem Ende und es wird Zeit ein sportliches Resümee zu ziehen. Bevor dies geschieht, möchte ich mich allerdings für die lange „Sendepause“ meinerseits im Blog entschuldigen und im gleichen Atemzug die Gründe, die dazu führten etwas näher beleuchten. Um einen dermaßen fordernden und anspruchsvollen Sport wie Triathlon zu betreiben, bedarf es nicht nur der physischen Härte. Die Balance aus körperlicher Fitness, mentaler Ausgeglichenheit und einem gefestigten sozialen Background ist für den sportlichen Erfolg unabdingbar.

In meinem Fall standen dieses Jahr zahlreiche Herausforderungen auf der Agenda, die zu bewältigen waren. Allen voran die Eingliederung in das Berufsleben nach dem Abschluss meines Studiums. Damit verbunden die Orientierung in ein neues soziales Umfeld und der Einrichtung eines neuen Lebensmittelpunktes. Nichtsdestotrotz habe ich versucht, das erste Jahr in der neuen Altersklasse U30 erfolgreich zu beenden.

Einer der beiden Jahreshöhepunkte fand am 9. August in Wiesbaden statt. Dort wurde die Europameisterschaft im Ironman 70.3 über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen ausgetragen. Besonderheit bei diesem Wettkampf: eine gesonderte Militär-Wertung und die damit einhergehende Möglichkeit zur Hawaii-Qualifikation. Der Wettkampf verlief für mich bis zum abschließenden Lauf sehr gut. Leider konnte ich meine Schwäche in der letzten Disziplin noch nicht ganz in den Griff bekommen. Am Ende stand ein 3. Platz bei der Militär-EM in der AK U30 zu Buche. Zu meinem Bedauern gab es leider nur zwei Qualifikationsplätze…mal „wieder“ einen Platz dran vorbei.

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…“the story of my life continues“…

…und zwar beim Ironman in Wales am 13. September. Eine der härtesten Wettkampfstrecken über die Ironman-Distanz galt es in Angriff zu nehmen. Mit dem Auto via Fähre ging es an die Westküste des britischen Königreichs ins malerische Tenby/Wales. Die 3,8 km lange Schwimmstrecke war am Wettkampfmorgen mit 1,5m hohen Wellen gespickt, was bereits beim Schwimmen zum Sammeln von einigen Höhenmetern führte. Im Rennsattel angekommen gab es nur einen Befehl: Power auf`s Pedal zu bringen. Das tat ich auch. Bei 110 km auf der Radstrecke bin ich auf den 15. Gesamtplatz inkl. 35 gemeldeten Profis vorgefahren. Ich war sehr gut unterwegs. Nur 10 km später ging dann gar nicht mehr. Energetisches Loch. Reaktor 1 (rechter Oberschenkel) und Reaktor 2 (linker Oberschenkel) meldeten sich ordnungsgemäß nacheinander ab und ließen mich für den Rest des Wettkampfes im Stich. Die letzten 60 km der mit 2500 Höhenmetern ausgestatteten Radstrecke wurden gefühlt zur Schleichfahrt. In der Wechselzone angekommen kam ja dann noch der Marathon. Super. 650 HM auf den 42,2 km haben mir dann noch den Rest gegeben. Ich war gern gesehener Gast bei jeder Verpflegungsstation. Salzstangen, Cola, Riegel und Gels. Ich fühlte mich als Lebensmittelvernichtungsmaschine. Im Ziel angekommen war ich dann 74. gesamt von 2100 Startern und Platz 5 in der AK U30. Und (wie soll es auch anders sein) es gab 4 Plätze für die Ironman-WM auf Hawaii für 2016. Die nächste knappe Niederlage binnen 5 Wochen. Das musste erstmal verdaut werden. Die Saisonpause kam da wie gerufen.

Natürlich hab ich mir schon Gedanken über die neue Saison gemacht. Über mein neues Ziel und den Weg dorthin werdet ihr hier nachlesen können. Ich werde mich jetzt kontinuierlich melden. Versprochen. ;-)

„If you aren`t doing what you love, you are waisting your time.“

Hitzeschlacht beim Ironman 70.3 Kraichgau
19. Jun 2015

Am 7. Juni stand für mich der erste große Wettkampf des Jahres auf dem Programm. Der Ironman 70.3 Kraichgau war zugleich Deutsche Meisterschaft über die Mitteldistanz. Im malerischen Baden-Württemberg mussten 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und 21 km zu Fuß zurückgelegt werden. Ich fühlte mich gut vorbereitet und war heiß auf das Rennen. Die Wetterbedingungen waren für meinen Geschmack allerdings etwas zu heiß... 33 Grad zeigte das Thermometer an. Strahlend blauer Himmel. Man hatte das Gefühl, dass der Planet brennt. Das Starterfeld war extrem stark besetzt und die Leistungsdichte war dementsprechend hoch.

Der Schwimmstart erfolgte in Wellen und ich startete in der Welle M18-M30. Das Schwimmen verlief recht gut. Die Abstände waren sehr gering und man kam geschlossen in die erste Wechselzone... Neoprenanzug aus, Helm auf, Startnummernband an, Rad geschnappt und los ging's. Die Radstrecke hatte es in sich. 90 km mit 1000 Höhenmetern bei brütender Hitze waren alles andere als ein Kinderspiel. Ich versuchte einen guten Rhythmus zu finden und nach 5 km entschied ich mich etwas zu riskieren und Gas zu geben. Bei so einem Starterfeld kann man nicht nur Däumchen drehen... also mal 40 Watt mehr drauf getreten und schauen, was der Körper hergab. Das ging bis Kilometer 80 gut. Dann merkte ich, dass mir die Hitze doch sehr viel Flüssigkeit entzogen hatte. Die ersten Krämpfe in den Oberschenkeln machten sich bemerkbar. Also die letzten 10km Sparflamme in die zweite Wechselzone. Rein in die Laufschuhe... nur noch 21 km dachte ich mir. Mittlerweile war es Mittag und die Sonne brannte. Die Laufstrecke war zudem sehr profiliert und es ging nur bergauf oder bergab. Keine gute Kombination für meine krampfende Muskulatur. Ich musste stark an Geschwindigkeit heraus nehmen, damit ich überhaupt weiterlaufen konnte. Schadensbegrenzung oder angezogene Handbremse trifft es wohl ganz gut. Nach 4:45h kam ich ins Ziel. 10 Minuten langsamer als erhofft. Es war kein Desaster, aber auch kein Triumph. Es war ein schöner und harter Wettkampf, aber leider nicht meine optimalen Bedingungen. Nichtsdestotrotz wird natürlich weiter trainiert ☺

Das war erst der Anfang einer langen Saison 2015. Am 21.Juni geht's zum Triathlon nach Zell/Mosel. Hoffentlich meint es der Wettergott dann besser mit mir.

 

Wettkampfmodus aktivieren
15. Jun 2015

Nach der langen und harten Trainingsphase in den kalten und schmuddeligen Wintermonaten, macht es nun umso mehr Spaß bei schönem und sonnigem Wetter die ersten Wettkämpfe der Saison 2015 zu absolvieren.


Den ersten Triathlon absolvierte ich am 10. Mai in Mülheim-Kärlich. Ein klassischer Sprint über 500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen stand auf dem Programm. Nach einer soliden Schwimmleistung stieg ich als fünfter auf's Rad. Voller Tatendrang versuchte ich sofort nach vorne zu kommen. Nach einem Kilometer wurde mir eine Linkskurve jedoch zum Verhängnis ... zu viel Risiko und ich musste den "Notausstieg" über den Straßengraben wählen. Mir ist dabei nichts passiert, aber die Sattelstütze ist dabei 10 cm nach unten gerutscht. Demzufolge musste ich die restlichen 19 km mit angewinkelten Knien fahren. Das Laufen war dann solide.
 
Resultat war ein 8. Gesamtplatz und der Sieg in der Altersklasse M25.
 
Noch nie war die Bereitschaft mich zu quälen so hoch...
18. Mär 2015

Nach langer Abwesenheit mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Die Einrichtung der neuen Wohnung und die Eingliederung in den neuen Beruf haben sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Nichtsdestotrotz hab ich das Training nicht vernachlässigt. In Anbetracht der bevorstehenden Herausforderungen wäre das auch nicht der richtige Weg, um Erfolge zu feiern.

Zwei Vorbereitungswettkämpfe konnte ich innerhalb der letzten drei Wochen bestreiten. Beim Koblenzer Halbmarathon am 28. Februar nutzte ich die ersten Sonnenstrahlen, um ein kontrolliertes Rennen im Rahmen eines Tempotrainings zu absolvieren. Trotz einer Blutblase unter dem linken Fuß bei km sechs konnte ich mein Tempo zu Ende laufen und zumindest die Männerhauptklasse gewinnen.

Am 11. März absolvierte ich einen 10 km-Wettkampf beim Fliegerhorstlauf in Köln-Wahn. Wiederum bei Kaiserwetter und einer ordentlichen Form konnte ich mit der abgelegten Leistung zufrieden sein.

Nächste Woche startet der Flieger von Köln nach Mallorca ins Trainingslager. Dort werde ich zwei Wochen auf dem Rad, in den Laufschuhen und im Wasser einige Kilometer sammeln, um die Grundlagenausdauer weiter auszubauen. Dazu bietet die Insel im Mittelmeer grandiose Bedingungen. Die Vorfreude ist natürlich sehr groß, denn zwischen den Trainingstagen gibt es ja auch die berühmt berüchtigten Ruhetage, an denen Erholung, Kulturprogramm und der standesgemäße Besuch der örtlichen Eisdiele an erster Stelle stehen. ;-)

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Um mich weiterentwickeln zu können, habe ich dieses Jahr wieder viel Neues ausprobiert. Vor allem im Bereich des „HIIT“ (Hochintensives Intervall Training) konnte ich einige (positiv schmerzhafte) Erfahrungen sammeln. Noch nie war meine Bereitschaft mich zu quälen so hoch, wie in dieser Saison. Bereits die ersten Laufwettkämpfe haben so viel Spaß bereitet, dass ich mich umso mehr auf die Triathlonwettkämpfe im Sommer freue. Dort werde ich versuchen, die neuen Trainingsreize in gute Platzierungen umzusetzen. Ich bin kein Freund der Tiefstapelei - die Form kommt langsam, bietet aber noch Potenzial nach oben.

Man kann physisch noch so fit sein, aber wenn der Kopf nicht mitspielt stimmt die Leistung auch nicht. Nachdem ich mir eine Wohlfühl-Oase in meiner neuen Wohnung geschaffen habe, kann ich mich optimal von den harten Trainingseinheiten erholen und Kraft für die kommenden Aufgaben tanken.

Und die nötigen Sonnenstrahlen werde ich von Mallorca mitbringen… ;-)

Der nächste Eintrag wird nicht so lange auf sich warten lassen - versprochen!

Terminplan 2015 steht fest
07. Jan 2015

Die Weihnachtsfeiertage sind überstanden. Nach kurzer Überprüfung der physischen Hardware sind keine größeren Schäden zu erkennen. Es hat sich natürlich in letzter Zeit viel getan. Privat, beruflich und als auch sportlich sind einige Neuigkeiten zu verzeichnen.

In meiner „neuen Heimat“ an der Mosel fühle ich mich sehr wohl. Die Eifel bietet für das tägliche Training enorm viel Abwechslung. Somit werden vor allem die schweren Radkurse im nächsten Jahr gut vorbereitet. Das Schwimmen und Laufen kommt natürlich auch nicht zu kurz. Im Winter gibt es jedoch eine vierte Disziplin: Das Krafttraining. Ich versuche durch gezielte Trainingsmethoden und Übungen sowohl die Schnellkraft, Stabilität und die Kraftausdauer zu verbessern. Das wird für die kommende Saison auch notwendig sein.

Krafttraining ist angesagt!

Ein straffes Saisonprogramm steht 2015 bevor. Dabei werde ich mal wieder in ganz Europa unterwegs sein und versuchen an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen. Hier die Termine:

03.05. Citytriathlon Koblenz

07.06. Ironman 70.3 Kraichgau

21.06. Mittelmosel-Triathlon

02.08. Deutsche Meisterschaft Militär Olympische Distanz

09.08. Ironman 70.3 Wiesbaden

30.08. Ironman 70.3 WM Zell am See (AUT)

13.09. Ironman Wales

Des Weiteren werden Vorbereitungswettkämpfe zum Formaufbau dienen. Wie man sieht, wird das kommende Jahr zu einer echten Herausforderung. Deshalb ist es umso wichtiger, eine gute Balance zwischen Be- und Entlastung zu finden.

Jahreswechsel in London

Um den Kopf auch mal frei zu bekommen ging es zum Jahreswechsel nach London. In dieser pulsierenden Metropole wird man auch mal vom Alltag abgelenkt und man kann voller Tatendrang im Jahr 2015 damit weitermachen, womit man 2014 aufgehört hat: seine Ziele verfolgen und Tag für Tag an deren Verwirklichung arbeiten.

In diesem Sinne - ein erfolgreiches 2015!

 

Rückmeldung, Saisonpause beendet und 5kg schwerer
08. Nov 2014

Nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen von mir. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Die Antwort: ziemlich viel!

Ich habe mein Studium mit der Abgabe meiner Masterarbeit im September beendet. Daraufhin ging es beruflich in die wunderschöne Eifel, unweit von Koblenz. Diese Region bietet unzählige Trainingsmöglichkeiten zu einem gezielten Formaufbau.

Wobei wir auch beim Sportlichen wären: Aufgrund der erhöhten Belastung durch Studium und Eingliederung in das Berufsleben musste ich meine Saisonpause etwas vorziehen und somit erweitern. Ich habe dieses Jahr an einigen Situationen gemerkt, dass ich physisch an meine Grenzen gestoßen bin. Um darauf zu reagieren, musste ich meinen Start beim Magdeburg-Marathon leider absagen.

Ich habe die letzten sechs Wochen aktiv genutzt, um mir Gedanken für die kommende Saison zu machen. Nichtsdestotrotz stand die Regeneration und das „Kraft tanken“ im Vordergrund.

Im nächsten Jahr wird es eine umfangreiche, internationale „Wettkampf-Tour“ von mir geben. Als Höhepunkt steht bereits der Ironman Wales im September 2015 fest. Alle weiteren Wettkämpfe werden werde ich in naher Zukunft hier präsentieren J

Seit letzten Montag stehe ich wieder unter dem Pantoffel meines Trainingsplans…ich versuche viel neue Trainingsmethoden anzuwenden, um mich sportlich weiter zu entwickeln.

In diesem Sinne: Train hard feel good, train harder feel better!

 

Rückmeldung mit dem 7. Platz beim Sprint in München
25. Aug 2014

Exakt drei Wochen ist es her, als ich bei dem Ironman Zürich verletzungsbedingt aussteigen musste. Diese Zeit war von Physio-Terminen und viel Funktionsgymnastik geprägt. Nichtsdestotrotz konnte ich auch ein wenig entspannen: So nutzte ich die zwangsläufige Saisonunterbrechung für einen Städtetrip nach London und Oxford. Mit dem Sightseeing- und Shoppingprogramm geriet der Sport wenigstens für ein paar Tage im Jahr zur Nebensache. Des Weiteren werde ich zur Zeit stark mit der Anfertigung meiner Masterarbeit eingebunden, so dass das Training hinten anstehen muss.

Aus diesen Gründen war es an der Zeit für ein Selbstexperiment. Nach 21-tägiger Sportpause ging ich am gestrigen Samstag bei dem Müchner Sprinttriathlon an der Ruderregattastrecke in Oberschleißheim an den Start. Dort konnte ich trotz einem starken Starterfeld den 7. Gesamtplatz erreichen und wurde Zweiter in der U25. Während des Rennens merkte ich jedoch, dass mir die Muskelspannung fehlte und ich nicht die gewohnte Rad- und Laufleistung abrufen konnte. Die 500m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen absolvierte ich in einer Zeit von 57:21 min.

Als nächstes Saisonhighlight steht der Magdeburg-Marathon auf dem Programm. Dort werde ich versuchen, die EUMEDIAS mit einer angepeilten Zielzeit unter drei Stunden gebührend zu vertreten. Bis dahin gilt es allerdings noch einige Hausaufgaben zu erledigen und zur alten physischen Stärke zurück zu finden.

 

Die Woche danach - Physio, Regeneration, Motivation ...
04. Aug 2014

Mit ein bisschen Abstand zum Rennen, kann ich nun auch ein paar Eindrücke vom Ironman Zürich schildern. Das Wettkampfwochenende begann sehr harmonisch am Donnerstag mit der Anreise. Am Freitag stand der Besuch der Ironman-Expo, die Abholung der Startunterlagen und eine kleine Schwimmeinheit im Züricher See auf dem Programm. Die Laune war wie immer bestens. Ich freute mich unheimlich auf das Rennen. Mit Hagen hatte ich im Wettkampf einen guten Freund an meiner Seite und wir versuchten uns gegenseitig zu motivieren, nachdem wir die Wetterprognose für Samstag und den Rennsonntag gesehen hatten. Am Samstag wurden dann am Nachmittag die Räder eingecheckt - bei strömendem Regen war die Wechselzone schlammig und aufgeweicht und erinnerte an eine Militär-Hindernisbahn aus typischen US-Filmen.

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Am Sonntag um 04.00 Uhr aufstehen und essen. Aber was?! Bei mir gab es eingeweichten Haferschleim mit Honig, Toastbrot mit Marmelade und viel Tee dazu. Somit belastet man den Magen nicht zu sehr und hat trotzdem die nötigen Energielieferanten.

Um 05.00 Uhr Abfahrt zum Wettkampfort. Dort wurde nochmal das Rad geprüft, die Wechselbeutel kontrolliert und der Neoprenanzug angezogen.

Um 07.00 Uhr dann der Massenstart vom Strand aus. Wieder einmal eine große Schlägerei um die besten Plätze und man fühlte sich wie in einer Waschmaschine. Nach 500m hatte sich die Situation beruhigt und das Schwimmen verlief dann unspektakulär. Geschockt war ich allerdings von der Schwimmzeit. 1:04h schien mir doch ein wenig hoch. Nachdem ich aber die Schwimmzeiten der Profis gesehen habe, wusste ich, dass die Herren von der GPS-Vermessung eventuell besser aufgepasst hätten. Aber es sind ja dann die gleichen Extra-Meter für alle. :-)

Auf dem Rad konnte ich meine Pace mit Hilfe meines neuen Wattmessgerätes sehr gut bestimmen und fuhr ein kontrolliertes und gleichmäßiges Rennen. Zu Beginn der zweiten 90km-Radrunde bildete sich eine riesige Radgruppe von 30-40 Leuten. Das war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, denn eigentlich ist ein Mindestabstand  von 10m zwischen jedem Athleten vorgeschrieben. Um keine Zeitstrafe zu kassieren habe ich mich aus diesem "Pulk" rausgehalten und bin dahinter geblieben.

Bei Km 160 dann eine kleine Unaufmerksamkeit und ich habe bei ca. 45km/h ein Schlagloch mit dem Hinterrad erwischt. Sofort danach spürte ich einen stechenden Schmerz linksseitig der Wirbelsäule und hoffte darauf, dass dieser bald nachlassen würde. Die letzten 20 km in die zweite Wechselzone bin ich daher ruhig angegangen.

Der Beginn vom Marathon war auf Grund der Situation natürlich sehr schleppend. Ich versuchte in einer Schonhaltung einen geeigneten Schritt zu finden, um die Pace wenigstens halbwegs halten zu können. Je länger das Rennen wurde, desto intensiver wurden die Schmerzen... Bei km 33 musste ich dann unter Tränen die Segel streichen und habe mich in den Krankenwagen gelegt und dort behandeln lassen müssen.

Den Ironman Zürich habe ich mir anders vorgestellt. Es war trotzdem schön zu sehen, dass meine Freunde aus München angereist sind, um mich wenigstens noch so weit zu bringen...

In der Woche nach dem Wettkampf geht einem natürlich vieles durch den Kopf. Die Enttäuschung sitzt sehr tief und man versucht sich abzulenken. Da kamen die schmerzhaften Physiotherapie-Behandlungen ganz recht ;-) Die Brustwirbelsäule wurde in Mitleidenschaft gezogen und bereitet mir des öfteren Schmerzen.

Nun gilt es nach vorne zu schauen. Es war nicht der letzte Ironman. Die Wettkampfplanung für die weitere Saison läuft bereits auf Hochtouren und ich hoffe darauf, dass ich nach vollständiger Genesung bald davon berichten kann.

 

Große Enttäuschung beim Ironman in Zürich
02. Aug 2014

Der Wettkampf stand für mich unter keinem guten Stern. Das Radfahren war eine einzige Drafting-Veranstaltung und hat somit einen Schatten über die ansonsten sehr schöne Radstrecke gelegt.

Bei Km 160 hab ich dann ein Schlagloch mitten auf der Straße mit dem Hinterrad erwischt. Der Schlag ging unmittelbar in der Verlängerung über Sattel und Stütze in die Wirbelsäule und der Nerv linksseitig der Wirbelsäule wurde eingeklemmt.

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Beim Laufen wollte ich trotzdem versuchen durchzukommen. Der Lauf war dann eine einzige Berg- und Talfahrt für mich. Entweder hab ich mich gequält so gut es ging oder war mit dynamischer Gymnastik und im Sanizelt mit Wärmecreme beschäftigt...

Bei Km 33 bin ich dann allerdings unter Tränen ausgestiegen. Ich konnte nicht mehr und bin im Krankenwagen gelandet. Die Enttäuschung ist sehr groß und sitzt tief...

Vielen Dank an alle Freunde die gekommen sind!!!
Und natürlich ein großer Dank an die EUMEDIAS Heilberufe AG!!!
Gratulation auch an Hagen, der ein beherztes und super Rennen gezeigt hat!!!

 

Firmenstaffel, Carbo-loading und Countdown
23. Jul 2014

Die Firmenstaffel in Magdeburg war ein voller Erfolg. Bei bestem Wetter und noch besserer Laune konnten wir die 5x3km mit einem breiten Lächeln absolvieren und mussten uns mit unserer Leistung keinesfalls verstecken. Es war sehr schön die EUMEDIAS bei diesem erstklassigen Event vertreten zu können. Die Trainings- und Wettkampfplanung wurde damit qualitativ super unterstützt.

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Wie sehen die Tage vor einem Ironman aus? Trainiert man eigentlich noch viel? Ist man aufgeregt?

Fragen, die ich immer wieder gestellt bekomme. Aus diesem Grund hier ein paar Antworten:

1. Wie sieht das Training innerhalb der letzten zwei Wochen aus?
Das Training wird durch die sogenannte Taperingphase gekennzeichnet. Hierbei nimmt der Trainingsumfang kontinuierlich bis zum Wettkampftag ab. Die Trainingsumfänge belaufen sich dann auf ca. 5-10 Stunden pro Woche. Wenn trainiert wird, versuche ich die Muskelspannung hoch zu halten. Das gelingt mir auf dem Rad und in den Laufschuhen mit kurzen Intervallen und Steigerungsläufen. Beim Schwimmen wird eigentlich nur noch technikorientiert trainiert.

2. Ist man jetzt schon aufgeregt?
Die Aufregung kommt bei mir meistens am Abend vor dem Wettkampf. Schlafen kann ich aber trotzdem immer ganz gut ;-)

3. Was isst man in der Woche vor einem Ironman?
In der Woche vor einer so harten und langen Ausdauerbelastung ist es wichtig, den Körper nicht unnötig zu belasten. Dabei spielt die Ernährung eine große Rolle. Ich versuche weitestgehend auf "saure" Lebensmittel, wie Fleisch, Fruchtsäfte, Kaffee sowie Zucker zu verzichten. Basische Lebensmittel werden daher bevorzugt. Kartoffeln, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Hirse und Buchweizen sind in der Wettkampfwoche meine treuen Begleiter. Sehr empfehlenswert: Wasser ohne Kohlensäure, viele Vitamine und viele "frische" Lebensmittel.

4. Hast du einen Plan für deinen Wettkampf?
Natürlich hat man vor so einem wichtigen und großen Rennen gewisse Erwartungen an sich selbst. Ich versuche jedoch nicht zu verkrampft zu sein und einfach das Rennen zu genießen. Zeit zum Bummeln werde ich mir aber bestimmt nicht lassen... ;-)

Jetzt sind es noch 5 Tage bis zum zweiten Ironman im Jahr 2014 für mich. Regeneration und Motivation stehen jetzt an erster Stelle. Am Donnerstag Nachmittag geht es in die Schweizer Finanzmetropole. Ich freue mich sehr auf das Rennen mit schöner Landschaft und einer anspruchsvollen Strecke. Des Weiteren habe ich meinen eigenen kleinen "Fan-Club" aus München dabei, der mich bei jeder Gelegenheit motivieren wird. :-)

 

2. Gesamtrang Sprinttriathlon und Taperingphase
18. Jul 2014

Am Samstag, dem 12. Juli, startete ich beim Sprinttriathlon über 600m Schwimmen, 30km Radfahren und 6km Laufen in Zorneding in der Nähe von München. Dieses Wettkampfformat besticht duch eine kurze, aber dafür sehr intensive Belastung und ist demnach nicht das Hauptaugenmerk meiner Trainingsplanung. Nichtsdestotrotz konnte ich eine sehr gute Leistung abrufen und musste mich lediglich einem Athleten aus der 2. Triathlon-Bundesliga beugen. Bereits beim Schwimmen hielt ich den Kontakt zur Spitze und stieg als Zweiter mit 40 Sekunden Rückstand aus dem Steinsee...nun war mentale Stärke und Radpower gefragt. Nach einem blitzschnellen Wechsel konnte ich auf dem Rad meine Stärke ausspielen. Die Strecke war mit 300 Höhenmetern auf 30km sehr anspruchsvoll. Bei einsetzendem Regen war Radbeherrschung und ein gewisses Risiko in den Abfahrten von Nöten, um Zeit aufzuholen. Somit konnte ich den Rückstand auf 10 Sekunden minimieren und stellte mein Rad mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40,1 km/h in der zweiten Wechselzone ab. Leider musste ich meiner Radleistung beim abschließenden Lauf ein wenig Tribut zollen und konnte die Pace des Führenden nicht halten. Ich lief ein kontrolliertes Rennen ins Ziel und war mit dem zweiten Gesamtrang in einem sehr schönen Rennen zufrieden.

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Am Nachmittag fuhr ich des Weiteren zwei Stunden Rad und nahm an der Siegerehrung teil. Bereits 20 Stunden danach stand ich wieder in den Laufschuhen, um die letzte lange Einheit (23km) vor dem Ironman Zürich zu absolvieren.

Das Wochenende war nicht nur ein wichtiger Formbaustein, sondern diente ebenfalls der mentalen Stärke und Festigung. Die Form stimmt soweit und ich bin sehr zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. Nun beginnt die sogenannte Taperingphase. Diese ist von Trainingsreduktion und ausgiebiger Regeneration gekennzeichnet. Begleitend von einer sehr gesunden Ernährung und ausreichendem Schönheitsschlaf, schöpft man in diesem zweiwöchigen Zeitraum genug Kraft und Energie, um am Wettkampftag sein Leistungsmaximum abrufen zu können. Aber dazu in den nächsten Tagen mehr...:-)

Train harder, feel better.

 

Trainingslager Kitzbühel
10. Jul 2014

Der Ironman Zürich steht vor der Tür. Am 27. Juli ertönt für mich in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal der Startschuss bei einem Langdistanz-Triathlon über 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf über 42km. Um mich optimal auf die Strapazen vorzubereiten, trainierte ich vom 4. bis 6. Juli im wunderschönen Tirol in der Nähe von Kitzbühel. In diesem kleinen Trainingslager standen vor allem noch einmal lange, bergige Radeinheiten auf dem Programm, um die nötige Renn- und Tempohärte für das kommende Rennen zu sammeln. Nichtsdestotrotz sind Schwimmen und Laufen ebenfalls in der Planung berücksichtigt worden.

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Bei bestem Trainingswetter konnte ich unter anderem das Kitzbühler Horn mit dem Rad erklimmen. Dieser Anstieg gilt als einer der härtesten in den Alpen und führt auf 1700m über dem Meeresspiegel hinauf. Auf 9km schlängelt man sich mit einer durchschnittlichen Steigung von 14,5% (max. 23%) bis zum Gipfel hinauf. Oben angekommen tröstet der Ausblick aber über die Qualen hinweg. Des Weiteren waren der Pass Thurn und der Gerlospass markante Trainingspunkte auf meiner Route.

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Das Panoramabad in St. Johann in Tirol bot eine 50m- Freiluftbahn und war somit optimaler Trainingsort für die erste Triathlondisziplin. Die Laufschuhe wurden an den drei Tagen insgesamt fünf Mal geschnürt. Sowohl Koppelläufe (Läufe direkt im Anschluss an das Radfahren), sowie nüchterne Morgen- und kraftraubende Bergläufe bereicherten mein Trainingswochenende und dienten definitiv zum weiteren Formaufbau.

Nun gehe ich zuversichtlich in die letzten Trainingseinheiten und fokussiere mich auf den Ironman in der Schweiz. Die profilierte Radstrecke kommt mir sehr entgegen und verspricht ein spannendes Rennen um die vorderen Plätze.

Die nächsten Tage werden hart und ich werde darüber berichten…

Train hard, feel good.